+++ Vorläufige Fassung – Redaktionelle Änderungen vorbehalten +++

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Bekanntmachung zur Förderung von stationären und dezentralen
Batteriespeichersystemen zur Nutzung in Verbindung mit Photovoltaikanlagen
vom 17. Februar 2016
1. Zuwendungszweck
1.1 Ziel der Förderung
Für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind im Erneuerbaren-Energien-Gesetz
anspruchsvolle Ziele verankert. Der Anteil der erneuerbaren Energien am
Bruttostromverbrauch soll im Jahr 2025 auf 40 bis 45% gesteigert und im Jahr 2035
zwischen 55 und 60% betragen. Im Vordergrund beim Ausbau der erneuerbaren
Energien stehen Wind- und Sonnenenergie. Der damit verbundene Anstieg
fluktuierender Einspeisung von Strom aus Photovoltaik- und Windenergieanlagen in
die Stromnetze erfordert Verbesserungen bei der System- und Marktintegration und
eine Flexibilisierung des gesamten Stromsystems. Speichertechnologien sind eine
Flexibilitätsoption und können für die Integration der erneuerbaren Energien einen
wichtigen Beitrag leisten.
Dezentrale Batteriespeichersysteme werden infolge des Ausbaus kleiner und
mittlerer Photovoltaikanlagen und der mit fortschreitender Technologieentwicklung
einhergehenden Kostensenkungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies umso
mehr, da Stromspeichertechnologien auch weiterhin über ein erhebliches
technologisches und kostenseitiges Entwicklungspotenzial verfügen.
Um einerseits die Marktentwicklung von stationären Batteriespeichersystemen zur
Speicherung von elektrischer Energie und die systemdienliche Einspeisung von
Strom aus Photovoltaik-Anlagen zu fördern und andererseits die
Technologieentwicklung stationärer Batteriespeichersysteme dahingehend zu
etablieren und zu beschleunigen, bedarf es gezielter Anreize. Deswegen werden
nach Maßgabe dieser Förderbekanntmachung und nach den Allgemeinen
Verwaltungsvorschriften zu §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO)
Investitionen in stationäreBatteriespeichersysteme zur Nutzung in Verbindung mit
Photovoltaikanlagen durch Tilgungszuschüsse zu KfW-Krediten gefördert.
Ein zentrales Ziel der Förderung nach dieser Förderbekanntmachung ist es, den
Absatz von systemdienlichen Batteriespeichertechnologien zu erhöhen und zur
Kostensenkung und zu weiteren technologischen Entwicklungen sowie zur Erhöhung
ihrer Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Die mit dieser Zielsetzung entwickelten
Produkte und die installierten Speicherkapazitäten in der Verteilnetzebene bieten bei
systemdienlicher Betriebsweise ein hohes Potenzial zur verbesserten Integration
steigender Einspeisung von Solarenergie in das Stromnetz.
1.2 Anpassungsmaßnahmen
Im Interesse der Zielsetzungen des Förderprogramms werden die Inhalte der
Bekanntmachung regelmäßig überprüft. Notwendige Anpassungen der
Förderbekanntmachung, insbesondere eine Anpassung der Fördersätze an die
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Marktentwicklung und eine Anpassung der Anforderungskriterien geförderter
Anlagen, erfolgen zum Jahresende, bei dringendem Novellierungsbedarf auch zu
anderen Zeitpunkten.
1.3 Gewährung von Tilgungszuschüssen
Förderungen aus Bundesmitteln können bei Erfüllung der in dieser Bekanntmachung
dargestellten Voraussetzungen in Form von Tilgungszuschüssen für KfW-Kredite
gewährt werden. Ein Rechtsanspruch des Antragstellers auf die Gewährung eines
Tilgungszuschusses besteht nicht. Die KfW entscheidet aufgrund ihres
pflichtgemäßen Ermessens. Die Gewährung des Tilgungszuschusses steht unter
dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der erforderlichen Haushaltsmittel.
1.4. Mittelausstattung
Für Tilgungszuschüsse für KfW-Kredite im Rahmen des Programms werden drei
jährliche Teilbudgets bereitgestellt. Über das jeweils jährlich zur Verfügung stehende
Budget informiert die KfW im Rahmen der KfW-Information Banken.
2. Förderung
2.1 Begriffsbestimmung
Ein Batteriespeicher im Sinne dieser Förderbekanntmachung ist ein
wiederaufladbarer Speicher für elektrische Energie auf Basis der Umwandlung
chemischer Energie. Das Batteriespeichersystem umfasst den Batteriespeicher, das
Batteriemanagementsystem sowie alle zum bestimmungsgemäßen Betrieb in
Verbindung mit einer Photovoltaikanlage auftretenden systemtechnisch notwendigen
Komponenten, die nicht auch in gleicher Weise bei der Investition und dem Betrieb
einer Photovoltaikanlage nötig sind.
Eine Photovoltaikanlage ist eine Einrichtung zur Erzeugung von Strom aus solarer
Strahlungsenergie. Mehrere Photovoltaikanlagen gelten unabhängig von den
Eigentumsverhältnissen als eine Anlage, wenn
1. sie sich auf demselben Grundstück oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe
befinden und
2. innerhalb von zwölf aufeinander folgenden Kalendermonaten in Betrieb
genommen worden sind.
Die installierte Leistung einer Photovoltaikanlage ist die elektrische Wirkleistung, die
die Anlage bei bestimmungsgemäßen Betrieb ohne zeitliche Einschränkungen
unbeschadet kurzfristiger geringfügiger Abweichungen technisch erbringen kann.
2.2 Gegenstand der Förderung
Gefördert wird die Investition in ein stationäres Batteriespeichersystem zur Nutzung
in Verbindung mit einer an das elektrische Verteilnetz angeschlossenen
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Photovoltaikanlage. Für jede Photovoltaikanlage ist die Anzahl der förderfähigen
Batteriespeichersysteme auf ein System beschränkt. Die installierte Leistung der
Photovoltaikanlage darf 30 kWp nicht überschreiten. Batteriespeichersysteme zur
Nutzung mit Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 kWp
sind nicht förderfähig. Das stationäre Batteriespeichersystem ist nur förderfähig,
wenn die Inbetriebnahme der mit dem Batteriespeichersystem betriebenen
Photovoltaikanlage nach dem 31.12.2012 erfolgte. Es wird nur die Investition in ein
Batteriespeichersystem und nicht die Investition in eine Photovoltaikanlage gefördert.
Nicht gefördert werden Eigenbausysteme und Prototypen1 sowie gebrauchte
Systeme und Systeme mit wesentlich gebraucht erworbenen Anlagenteilen.
Weitere Fördervoraussetzungen sind unter Nr. 5 dieser Förderbekanntmachung
geregelt.
2.3 Antragsberechtigung
Antragsberechtigt sind
a) in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich
mehrheitlich in Privatbesitz befinden,
b) Unternehmen, an denen Kommunen, Kirchen, karitative Organisationen
beteiligt sind,
c) freiberuflich Tätige,
d) natürliche Personen und gemeinnützige Antragsteller,
die den mit einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom oder einen Teil davon
einspeisen.
Nicht antragsberechtigt sind
e) Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale
Zweckverbände,
f) der Bund, die Bundesländer sowie deren Einrichtungen,
g) Hersteller von nach dieser Bekanntmachung förderfähigen Anlagen oder
deren Komponenten.
Antragstellern, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet
worden ist, wird keine Förderung gewährt. Dasselbe gilt für Antragsteller und, sofern
der Antragsteller eine juristische Person ist, für den Inhaber der juristischen Person,
die eine eidesstattliche Versicherung gemäß § 807 Zivilprozessordnung oder § 284
Abgabenordnung 1977 abgegeben haben oder zu deren Abgabe verpflichtet sind.
3. Allgemeine Verfahrensvorschriften
3.1 Rechtsgrundlagen
Für die Bewilligung des Tilgungszuschusses, die Prüfung der Verwendung und die
ggf. erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung
des gewährten Tilgungszuschusses gelten die §§ 23, 44 BHO, die hierzu erlassenen
1 Als Prototypen gelten Anlagen, die in weniger als vier Exemplaren betrieben werden oder betrieben worden
sind.
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Allgemeinen Verwaltungsvorschriften sowie §§ 48 bis 49 a des
Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG). Das Prüfungsrecht des
Bundesgerichtshofs ergibt sich aus §§ 91, 100 BHO.
Zuwendungen erfolgen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission
vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags
über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen (ABl. EU Nr.
L 352 vom 24. Dezember 2013, De-minimis-VO).
3.2 Auskunft und Monitoring
Der Antragsteller muss sich im Antrag auf Gewährung eines Tilgungszuschusses
damit einverstanden erklären, dass
a) die KfW dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den
Namen und die Anschrift des Antragstellers, sowie Höhe und Zweck des
Tilgungszuschusses bekannt gibt,
b) das BMWi dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages und danach
auf Verlangen auch anderen Ausschüssen des Deutschen Bundestages im
Einzelfall Informationen zur Förderung in anonymisierter Weise bekannt gibt,
sofern der Haushaltsausschuss dies beantragt,
c) die im Antrag angegebenen Daten und die gewährten Tilgungszuschüsse zur
Feststellung der Steuerpflicht und Steuererhebung den zuständigen
Finanzbehörden übermittelt werden und die Unterlagen, die für die
Bemessung der Förderung von Bedeutung sind, mindestens zehn Jahre
aufzubewahren sind. Längere Aufbewahrungsfristen nach anderen
Vorschriften bleiben davon unberührt.
Um ein Monitoring zur Nutzung im Rahmen dieser Bekanntmachung geförderter
Batteriespeichersysteme zu ermöglichen, verpflichtet sich der Antragsteller zur
Mitwirkung. Seine Mitwirkung besteht darin, das kombinierte Batteriespeicher-
Photovoltaikanlagensystem im Rahmen der Inbetriebnahme bei einem Monitoring-
Portal zu registrieren, eine gültige E-Mail-Adresse sowie postalische Anschrift
anzugeben und bei Bedarf dem BMWi oder einer von ihm benannten Institution
ausschließlich zum Zweck der anonymisierten wissenschaftlichen Analyse
notwendige Daten der Nutzung des kombinierten Batteriespeicher-
Photovoltaiksystems zur Verfügung zu stellen. Die Bewilligung des Antrags wird
davon abhängig gemacht, dass die Bereitschaft zur dargelegten Mitwirkung bei
Antragstellung erklärt wird. Die Erfüllung der Mitwirkungspflichten wird als
verbindliche Auflage Bestandteil der Bewilligung.
3.3 Subventionserheblichkeit
Die Angaben zur Antragsberechtigung und zum Verwendungszweck sind
subventionserheblich im Sinne des § 264 des Strafgesetzbuches in Verbindung mit §
2 des Subventionsgesetzes.
3.4 Weitere Vorschriften
Die geförderten stationären Batteriespeichersysteme müssen sich auf dem Gebiet
der Bundesrepublik Deutschland befinden. Sie sind mindestens 5 Jahre
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zweckentsprechend zu betreiben. Innerhalb dieses Zeitraums darf ein gefördertes
System unter Maßgabe der Verhältnismäßigkeit nicht stillgelegt oder nur dann
veräußert werden, wenn der entsprechende Weiterbetrieb des Systems
nachgewiesen wird.
4. Förderhöchstgrenzen
Die Höhe der Förderung richtet sich nach Nummer 6 dieser Förderbekanntmachung.
Sofern die Förderung die nach der De-minimis-VO zulässigen Förderhöchstgrenzen
überschreitet, wird sie entsprechend gekürzt.
Die Förderungen nach dieser Bekanntmachung sind untereinander und mit anderen
Förderungen nur insofern und insoweit kumulierbar, als es nach der De-minimis-VO
zulässig ist und soweit das Zweifache der Förderung aus diesem Förderprogramm
für jedes geförderte Batteriespeichersystem nicht überschritten wird.
5. Fördervoraussetzungen
Förderfähig im Sinne dieser Bekanntmachung ist die Investition in ein stationäres
Batteriespeichersystem zur Nutzung in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage, die
nach dem 31.12.2012 im Sinne des EEG in Betrieb genommen wurde und eine
installierte Leistung von 30 kWp nicht überschreitet. Bei Nachrüstung eines
stationären Batteriespeichersystems zu einer schon in Betrieb genommenen
Photovoltaikanlage muss der Inbetriebnahmezeitpunkt der Photovoltaikanlage bei
Antragstellung nachgewiesen werden. Folgende Voraussetzungen sind des Weiteren
zu erfüllen:
1. Die maximale Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am
Netzanschlusspunkt beträgt 50 Prozent der installierten Leistung der
Photovoltaikanlage. Die Verpflichtung zur Leistungsbegrenzung besteht
dauerhaft für die gesamte Lebensdauer der Photovoltaikanlage, mindestens
aber 20 Jahre, und erstreckt sich damit auch auf einen eventuellen
Weiterbetrieb der Photovoltaikanlage nach Außerbetriebnahme des
Speichersystems. Dem Netzbetreiber ist die Möglichkeit der Überprüfung der
Leistungsbegrenzung auf eigene Kosten gegeben.
2. Die Wechselrichter2 der im Rahmen dieser Bekanntmachung geförderten
Systeme verfügen
a. über eine geeignete elektronische und offen gelegte Schnittstelle zur
Fernparametrierung, durch die eine Neueinstellung der Kennlinien für
die Wirk- und Blindleistung in Abhängigkeit von den Netzparametern
Spannung und Frequenz bei Bedarf möglich ist.
b. über eine geeignete und offen gelegte Schnittstelle zur
Fernsteuerung.
Ein Eingriff in das System des Anlagenbetreibers über diese Schnittstellen
bedarf grundsätzlich seiner Zustimmung.
2 Bei einer DC-Kopplung des Batteriespeichersystems an die Photovoltaikanlage betrifft das den Wechselrichter
des Gesamtsystems. Bei einer AC-Kopplung des Batteriespeichersystems betrifft das sowohl den Wechselrichter
der Photovoltaikanlage als auch den Wechselrichter des Batteriespeichersystems.
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3. Die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme existierenden gültigen
Anwendungsregeln und Netzanschlussrichtlinien für Batteriespeicher sind
durch die geförderten Anlagen einzuhalten.3
4. Die elektronischen Schnittstellen des Batteriemanagementsystems und die
verwendeten Protokolle sind zum Zweck der Kompatibilität mit
Austauschbatterien des gleichen oder anderer Hersteller offenzulegen.
5. Für die Batterien des Batteriespeichersystems liegt eine
Zeitwertersatzgarantie für einen Zeitraum von 10 Jahren vor. Hierbei wird bei
Defekt der Batterien der Zeitwert der Batterien ersetzt. Der Zeitwert
berechnet sich anhand einer über den Zeitraum von 10 Jahren beginnend
mit dem Tag der Inbetriebnahme linear angenommenen jährlichen
Abschreibung. Die Zeitwertersatzgarantie ist vom Verkäufer dem Käufer des
Batteriesystems gegenüber zu garantieren oder über eine geeignete
Versicherungslösung, deren Kosten der Verkäufer trägt, zu gewährleisten.
Weitergehende Garantieerklärungen der Zwischenhändler/Hersteller können
selbstverständlich abgegeben werden.
6. Der sichere Betrieb des Batteriespeichersystems und der Batterie ist durch
die Einhaltung geeigneter Normen zu gewährleisten. Die fachgerechte und
sichere Inbetriebnahme ist durch eine geeignete Fachkraft zu bestätigen und
nachzuweisen. Darüber hinaus wird dem Anlagenbesitzer empfohlen, die
versicherungsrechtlichen Konsequenzen zu prüfen.
Die Anforderungen gemäß den Ziffern 1 - 4 sind durch eine entsprechende
Zertifizierung nachzuweisen. Solange eine Zertifizierung am Markt nicht
verfügbar ist, wird für die Ziffern 1 – 4 auf eine Herstellererklärung abgestellt.
Die Anforderung gemäß Ziffer 5 ist durch eine Händler- oder Herstellererklärung
oder durch eine Versicherungsbescheinigung nachzuweisen. Die fachgerechte
und sichere Inbetriebnahme (Ziffer 6) ist durch eine geschulte Fachkraft zu
bestätigen und ein Nachweis darüber vorzulegen.
6. Berechnung der Förderhöhe
Nach dieser Bekanntmachung wird als Förderung ein Zuschuss zur Tilgung des für
die Investition bei der KfW in Anspruch genommenen Kredits gewährt. Dieser
Zuschuss berechnet sich als Anteil an den förderfähigen Kosten gemäß
nachfolgender Aufstellung abhängig vom Eingang eines vollständigen und
prüffähigen Antrags bei der KfW sowie von der Verfügbarkeit von Fördermitteln im
Rahmen der jährlichen Budgets für Tilgungszuschüsse:
3 Bestehen zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme keine technischen Regelwerke für Batteriespeicher, so sind die
Regelwerke für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz entsprechend anzuwenden.
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Antragszeitraum Anteil an
förderfähigen
Kosten
ab 1.3.2016 (Programmbeginn) bis 30.6.2016 25 %
ab 01.07.2016 bis 31.12 2016 22 %
ab 01.01.2017 bis 30.06.2017 19 %
ab 01.07.2017 bis 31.12 2017 16 %
ab 01.01.2018 bis 30.06.2018 13 %
ab 1.7.2018 bis zum 31.12 2018 (Programmende) 10 %
Die förderfähigen Kosten berechnen sich als Produkt der spezifischen förderfähigen
Kosten und der förderfähigen Leistung der Photovoltaikanlage.
1. Berechnung der spezifischen förderfähigen Kosten
a) Investition in ein kombiniertes Batteriespeicher-Photovoltaikanlagensystem
Die spezifischen förderfähigen Kosten werden auf Basis der
Gesamtnettoinvestitionskosten in ein kombiniertes Batteriespeicher-
Photovoltaikanlagensystem inklusive der Installationskosten errechnet. Hierbei
werden von den Gesamtnettoinvestitionskosten die Kosten der
Photovoltaikanlage in Abzug gebracht. Der anzusetzende Wert der Kosten der
Photovoltaikanlage pro kWp wird als Berechnungsgrundlage in der Regel
einmal jährlich aktualisiert und durch die KfW bekannt gegeben. Die Differenz
zwischen den Gesamtnettoinvestitionskosten inklusive der Installationskosten
und den Kosten der Photovoltaikanlage wird durch die installierte Leistung der
Photovoltaikanlage dividiert und als spezifische förderfähige Kosten
bezeichnet.
Übersteigen die spezifischen förderfähigen Kosten die maximalen
spezifischen förderfähigen Kosten, so werden letztere als spezifische
förderfähige Kosten angesetzt. Die maximalen spezifischen förderfähigen
Kosten bei einer Investition in ein kombiniertes Batteriespeicher-
Photovoltaikanlagensystem betragen 2.000 Euro/kWp.
b) Investition in ein Batteriespeichersystem zur Nachrüstung zu einer
bestehenden Photovoltaikanlage
Wird ein Batteriespeichersystem zu einer bestehenden Photovoltaikanlage
nachgerüstet, so ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage
bei Antragstellung nachzuweisen. Hierbei gilt ein Batteriesystem als
nachgerüstet, wenn zwischen der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage und
der Inbetriebnahme des Batteriespeichersystems mindestens ein Zeitraum
von 6 Monaten liegt. Die spezifischen förderfähigen Kosten berechnen sich in
diesem Fall als Quotient der nachgewiesenen Investitionskosten inklusive der
Installationskosten für das nachgerüstete Batteriespeichersystem und der
installierten Leistung der mit dem Speichersystem betriebenen
Photovoltaikanlage. In diesem Fall betragen die maximalen spezifischen
förderfähigen Kosten 2.200 Euro/kWp.
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2. Berechnung der förderfähigen Leistung
Die förderfähige Leistung ist durch die installierte Leistung der
Photovoltaikanlage gegeben, welche zusammen mit dem
Batteriespeichersystem betrieben wird.
7. Förderverfahren
7.1 Vorhabensbeginn und Zeitpunkt der Antragstellung
Anträge können mit Beginn des Programms ab dem 1.3.2016 über die örtlichen
Kreditinstitute bei der KfW eingereicht werden (siehe 7.2). Förderfähig sind nur
Maßnahmen, mit denen vor Antragstellung auf Förderung noch nicht begonnen
worden ist. Die Anträge auf Förderung nach dieser Bekanntmachung sind vor
Vorhabensbeginn zu stellen. Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der
Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages.
Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Zusätzlich gelten die
Regelungen der KfW.
7.2 Antragstellung
Die Antragstellung erfolgt bei der KfW im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare
Energien – Speicher. Anträge sind auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei den
örtlichen Kreditinstituten einzureichen und sind von diesen an die KfW weiterzuleiten.
Die vorgeschriebenen Vordrucke finden sich auf der Internetseite der KfW oder
können bei der KfW angefordert werden.
Folgende Nachweise und Unterlagen sind bei der Antragstellung zu erbringen:
1. vollständig ausgefülltes Antragsformular,
2. Nachweis über die installierte Leistung der Photovoltaikanlage, für die die
Nutzung eines Batteriespeichersystems geplant ist,
3. Angebot für das kombinierte Batteriespeicher-Photovoltaikanlagensystem oder
bei Nachrüstung das Angebot für das Batteriespeichersystem inklusive der
jeweiligen Installationskosten,
4. Unterlagen zur Sicherstellung der Einhaltung der in Nummer 5 dieser
Bekanntmachung benannten Fördervoraussetzungen,
5. Ggf. Erklärung zu allen De-minimis-Beihilfen, die dem Unternehmen i.S.d. Deminimis-
VO in den beiden vorangegangenen Steuerjahren sowie im laufenden
Steuerjahr gewährt wurden.
6. ggf. weitere von der KfW vorgeschriebene Unterlagen.
7.3 Bewilligungszeitraum
Der Bewilligungszeitraum, innerhalb dessen der Kredit bei der KfW nach der
Kreditzusage abgerufen werden muss, beträgt 12 Monate. Eine Verlängerung des
Bewilligungszeitraums ist nur im Ausnahmefall und nur dann möglich, wenn sie
schriftlich vor Ablauf des Bewilligungszeitraums beantragt wird. Die Installation des
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Batteriespeichersystems muss spätestens 18 Monate nach der Kreditzusage
fachgerecht erfolgt und gegenüber der Hausbank nachgewiesen sein.
7.4 Einreichungsfrist
Der Verwendungsnachweis ist der Hausbank innerhalb von 6 Monaten nach der
Vollauszahlung des Kredits vorzulegen. Eine Verlängerung der Einreichungsfrist ist
nur im Ausnahmefall und nur dann möglich, wenn sie schriftlich vor Ablauf der
Einreichungsfrist bei der KfW über die Hausbank beantragt wird.
7.5 Verwendungsnachweis
Im Rahmen des Verwendungsnachweises sind der Hausbank folgende Unterlagen
und Nachweise zu erbringen:
1. Rechnung für das kombinierte Batteriespeicher-Photovoltaikanlagensystem
oder bei Nachrüstung die Rechnung für das Batteriespeichersystem inklusive
der jeweiligen Installationskosten.
2. Nachweis der fachgerechten, sicheren und einer der Förderbekanntmachung
entsprechenden Inbetriebnahme des Batteriesystems in Verbindung mit der
Photovoltaikanlage.
3. Nachweis über die Registrierung auf dem Portal für das Monitoring.
4. ggf. weitere von der KfW vorgeschriebene Unterlagen.
7.6 Verminderung der Kreditschuld
Der Tilgungszuschuss wird bei der KfW auf die Kreditschuld des bei der KfW für die
Gesamtinvestition in Anspruch genommenen Kredits angerechnet. Es erfolgt keine
Auszahlung des Tilgungszuschusses. Die Minderung der Kreditschuld erfolgt durch
die KfW nach Abschluss der Prüfung sämtlicher im Antrags- und
Verwendungsnachweisverfahren vorzulegender Unterlagen durch die Hausbank. Die
KfW informiert die Hausbank über die Minderung der Kreditschuld und die Hausbank
reduziert unverzüglich die Kreditschuld des von ihr gewährten Kredits entsprechend.
8. Anwendungsbestimmungen
Diese Förderbekanntmachung ist bis zum 31.12.2018 befristet. Änderungen werden
vorbehalten.
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Berlin, den 17. Februar 2016
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Im Auftrag
Dr. Urban Rid